Samstag, 22. Februar 2014

Spring Spring Springrolls....

Der Auslöser warum wir nach Vietnam gefahren sind, waren ja die Springrolls, Frühlingsrollen oder Flühlingslolle....mhhh. Wir probieren die verschiedensten Variationen im Hinblick auf Zubereitungsart und Füllung...Mit Gemüse, Shrimps, Hühnchen oder Schweinebraten (hoffen wir jedenfalls,dass es welcher war) ...






In Europa kennt man ja größtenteils nur die frittierten Röllchen. In Vietnam sind jedoch die frischen Frühlingsrollen viel verbreiteter. 

Wir können Euch sagen,bis jetzt waren die kleinen Teilchen auf jeden Fall die Reise Wert .....Wir befinden uns im Frühlingsrollen-Himmel und verdrücken die kleinen Köstlichkeiten en masse ! Es ist nicht nur eine sehr gesunde sondern auch budget-freundliche Rolle, die mit 15 bis 30 Cent pro Stück nicht nur unseren Gaumen sondern auch unser Portemonnaie erfreut....mhhhh...lecker


Donnerstag, 20. Februar 2014

Vietnam....erste Eindrücke auf den zweiten Blick

Wow, wir merken nun tatsächlich ,dass wir in einer sozialistischen Republik sind. Nicht nur,ist Facebook gesperrt und die Nachrichtenseite der BBC nicht verfügbar,sondern auch begegnen wir überall mit Fahnen geschmückten Strassen und Plakaten mit Parolen,die Franziska an die Festlichkeiten zum 1. Mai in der ehemaligen DDR erinnern.


Wir durchstreifen den lokalen Markt, Märkte sind ja oft Spiegelbild eines Landes.Gibt es viel Auswahl oder wenig. Werden die Preise beim Anblick von Touristen unendlich in die Höhe geschraubt oder nur mit geringen "Touristenaufschlag" erhöht. All diese Dinge lassen ein paar Rückschlüsse auf die Gegebenheiten im Land schliessen.....in Vietnam gibt es eine unwahrscheinliche Vielfalt an Gemüse und Früchten. Emsig werden die voll Säcke auf Mopeds verstaut,die dann die frische Ware ausliefern. 


Auch scheinen die Vietnamesen "vielfältiger" zu essen....neben uns bekannten Fleisch-und Fischsorten,sehen wir nun auch Frösche, Schlangen und und und ....Wir werden während unserer Zeit in Vietnam wahrscheinlich zu Vegetariern....

Auch finden wir einen Markt auf dem jedes nur vorstellbare Ersatzteil zu finden ist. Mit unseren europäischen Augen betrachtet, ist es faszinierend,was es alles gibt und was hier noch so repariert wird,da wir ja eher das " Wegwerfen und Neu kaufen" gewöhnt sind.

Uns fällt auf, dass die Menschen selbst auf der Strasse ihre Mopedhelme tragen. Überall sehen wir Damen in einer Art "Hausanzügen" aus bunten Baumwollstoffen,die im Alltag getragen werden.

Die Leute schauen uns sehr interessiert an, posen für Fotos und sind schon sehr sehr neugierig!

Die ersten Eindrücke aus Vietnam sind sehr interessant,da es wieder so anders ist als andere Länder zuvor! 
Räucherstäbchen als Gabe an die Götter im Gegenzug für eine gute Fahrt

Plastik überall - hier in Form von aufblasbarem Spielzeug

Dienstag, 18. Februar 2014

Unser Fahrt im Schmuggelbus

Auf geht es ....unsere erste Busfahrt in Vietnam! 

Wenn uns jemand fragt, was Reisen für uns heisst,würden wir auf jedenfall sagen,dass ein grosser Teil davon Busfahren  bedeutet....Wir lieben es auf diese Art das Land und die Leute zu entdecken , Überland zu reisen und wenn möglich auf Flugzeuge zu verzichten. ....Reisen heisst Busfahren.....Reisen heisst  manchmal mit mehr oder weniger Leuten auf beengtem Raum die Zeit bis zum nächsten Ort zu verbringen, den Fahrtwind im Haar zu spüren, der auch gleichzeitig die heissen Temperaturen in gleichmässigen Schüben herunterkühlt, schöne oder gewöhnungsbedürftige Gerüche mit der Nase einzufangen....Das Leben und die Landschaft ziehen vorm Fenster vorbei. 
Man kommt mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt, unterhält sich mit Händen und Füssen gepaart mit ein paar Brocken der lokalen Sprache.

Da wir diesmal ja wieder keinen Reiseführer haben und uns auf das verlassen,was uns andere Reisenden und die lokale Bevölkerung so erzählen,sind wir schon gespannt,wie unsere erste Busfahrt in Vietnam so sein wird. 

Nach ruhiger Fährfahrt kommen wir in Rach Gia an und finden sogleich einen kleinen Minivan,der uns ins Mekongdelta bringen soll. Wir sind etwas erstaunt als im Kofferraum ein paar Hunde in Plastikkörben mitfahren und fragen uns, ob es doch wahr ist,dass man hier auch diese Tierchen isst. 
Nach 2stündiger Fahrt durch sehr dicht besiedelte Gegenden werden wir irgendwo an einer Kreuzung abgesetzt. Wir sind bei solchen Sachen anfangs immer etwas skeptisch und fragen uns ,ob wir ohne extra Bezahlung an unser gewünschtes Ziel kommen, da wir in Indonesien gegenteilige Erfahrungen gemacht haben und schon einmal irgendwo im Nirgendwo abgesetzt wurden und erst nach doppelter bzw. dreifacher Bezahlung und 2 weiteren Bussen an unserem Ziel ankamen.

Doch nach 8 Monaten in Asien werden wir in solchen Angelegenheiten langsam ein weniger gelassener und vertrauen darauf, dass wir irgendwann und irgendwie schon unser Ziel erreichen. Und tatsächlich...nach einem guten und starken vietnamesischen Eiskaffee kommt dann auch ein grösserer Bus. Wir verstauen unsere Rucksäcke auf dem Dach und zwängen uns auf die Sitze, die eher der asiatischen Grösse angepasst sind.

Im Bus fällt uns eine Frau auf, die selbst bei den sehr warmen Temperaturen 2 Pullover trägt. Dazu hat sie überdimensional dicke Beine. Uns wird ein wenig unbehaglich,da wir nicht wissen ,was genau sie unter ihrer Kleidung versteckt. Gebannt schauen bzw. starren wir sie die ganze Zeit an bis plötzlich eine mitreisende Vietnamesin uns in Pantomime "Rauchzeichen" gibt. Wenige Minuten später sehen wir dann auch tatsächlich,dass es sich um Zigaretten handelt,die die Frau in mühevoller Kleinarbeit mit Hunderten kleinen Gummis um ihre Beine und den Oberkörper geschnallt hat. 

Schnell werden 2 grosse leere Säcke unter dem Sitz hervorgeholt, die mit den wertvollen Gütern gefüllt werden. Die Helfer des Busfahrer füllen geschwind 2 weitere Rucksäcke. Der Bus wird langsamer und langsamer bevor er plötzlich in eine Tankstelle einbiegt. Das Team scheint sehr eingespielt und es geht alles rasend schnell . Kaum haben wir uns versehen,wurde der Sack auch schon an einen Mopedfahrer übergeben. Auch die 2 mit Zigaretten gefüllten Rucksäcke sind auf einmal weg und von einem der "Busfahrerhelfer" fehlt jede Spur. Anschliessend beobachten wir, wie die nun merklich erschlankte Frau emsig einen Packen Geldscheine zählt und die vielen kleinen Gummis professionell in ihrer Handtasche verstaut. Unsere Herzen schlagen ein wenig höher - ja wir wurden tatsächlich Zeugen einer kleinen Schmuggelaktion. Auch dies sind Erlebnisse,die das Busfahren so schreibt und einer der Gründe warum wir Busfahren so lieben!




Samstag, 15. Februar 2014

Reif für die Insel - Phu Quoc - Vietnam

Puhhh was sollen wir sagen (bzw. schreiben). Nach 6 Wochen Überlandreisen und unserer erlebnisreichen Reise durch Kambodscha mit vielen Emotionen sind wir nun reif für die Insel. 

Also haben wir uns einen Urlaub vom Urlaub verordnet (wir wissen,dass kling recht dekadent :-)) und machen uns auf den Weg nach Phu Quoc. Betrachtet man die Insel auf der Landkarte,könnte man eigentlich denken,dass sie zu Kambodscha gehört. Doch wie so oft hatte Kambodscha in der Vergangenheit leider ein wenig Pech und so fügte es sich,dass Phu Quoc nun zu Vietnam gehört.

Obwohl wir gehört haben,dass die Insel nicht zu den budgetfreundlichsten Plätzen zählen soll, finden wir schnell ein gutes und günstiges Resort mit direkten Zugang zum Strand. 


Wir urlauben in Mitten von Pauschaltouristen und anderen Reisenden und geniessen die Ruhe. Hier wird man in Ruhe gelassen und wir lesen,faulenzen und lassen die Eindrücke der letzten Wochen setzen. Man erlebt beim Reisen so viel und hat den Kopf manchmal ganz schön voll vor lauter Ereignissen. Langweilig wird einem auf jeden Fall nicht. Manchmal braucht man jedoch eine kleine Pause von der Pause um alles wirken zu lassen und zu verarbeiten.

Die Strände sind schön und wir schwimmen jeden Tag im Meer... Nicht nur wir sind verzückt von der `Säuberung im Meer` sondern auch die Inhalte unserer Rucksäcke ...bye bye laotischer und kambodschanischer roter Staub!

Uns wird ganz schwindelig als wir auf dem Markt,dass Fischbuffett sehen - hier kommt jeder Meeresfrüchte- und Fisch Liebhaber auf seine Kosten.

Wir geniessen jeden Abend ein köstliches Seefood-barbeque - Calamari, Thunfisch,Muscheln und Garnelen direkt vom Grill. 


Bei einem Bootsausflug testen wir auch gleich eine weitere Spezialität - gedünsteter Seeigel mit Kräutern- Erdnussosse...man sollte ja vieles mal probiert haben! 

Wir versuchen uns sogar mit ein paar Handangeln....Da unsere Ausbeute mager oder besser nicht existent ist, bleiben wir am Abend dann doch wieder beim Seafood BBQ.

Auch die Perlen- und Fischfarmen bleiben nicht unentdeckt.



Wer hat an der Uhr gedreht?....Die Tage vergehen wie im Flug und obwohl wir eigentlich nur 3 Tage bleiben wollten,wird auf einmal eine Woche daraus.

Unsere ersten Eindrücke von Vietnam sind recht gut! Erholt, gebräunt und mit neuem Elan machen wir uns auf den Weg ins Mekongdelta.





Dienstag, 11. Februar 2014

Hello springsrolls, hello Vietnam!


Noch vor fast einem Monat haben wir nur darüber nachgedacht und nun sind wir tatsächlich in Vietnam! Hallo Frühlingsrollen, hallo 12. Reiseland!

Montag, 10. Februar 2014

Krabben, Pfeffer, Salz und ..... Kinder ohne Eltern

Wir sind nun fast 12 Tage in Kambodscha und denken ,dass wir genug gesehen und erlebt haben. Da unser Vietnamvisum erst ab 11.Februar 2014 gilt,müssen wir in Kambodscha warten. 
Sikhanouville im Süden Kambodschas,welches voll von russischen Touristen und allein reisenden Männer ist,gefällt uns nicht.



Wir entschliessen uns deshalb dort hinzu fahren,wo der Pfeffer wächst - Also auf nach Kampot!

Kampot ist ein beschauliches kleines Städtchen mit gemütlichen Tempo. Wir lassen es ebenso gemütlich angehen,machen nicht viel in den ersten 2 Tagen und lassen die letzte Zeit Revue passieren. 

Der Markt ist noch ein richtiger Markt....einfach und bescheiden. Es wird frisches Obst, welches in der Umgebung angebaut wird, sowie Reis und Fleisch verkauft.
 
Wir spüren unsere europäische Grösse und Michael kann sich den Markt nur gebückt anschauen. 


Überall sitzen die Leute zusammen, feilschen, handeln oder geniessen Getränke,welche von einer Frau aus langen Bambusrohren ausgeschenkt wird.







Die Umgebung um Kampot ist bekannt für die Pfefferplantagen und bei einem Mopedausflug schauen wir uns diesen mal aus der Nähe an. 


In Kep kaufen wir ein Kilo frische Krebse für 5 Dollar und lassen diese gleich von den Verkäuferinnen kochen. 
  

Genüsslich verspeisen wir diese mit Susi und Basile aus Frankreich,welche gerade aus Vietnam gekommen sind! Wir geben zu,dass wir noch ein wenig üben müssen,wie man diese Tierchen isst und wirklich alles von dem köstlichen Krebsfleisch erwischt.


Mit Susi und Basile erkunden wir dann auch gemeinsam die Umgebung und lernen,dass wo Pfeffer ist ,es auch Salz gibt.

Ehrfürchtig beobachten wir ,wie die Leute bei glühender Hitze und unter hohem Körpereinsatz, Salz aus dem Meerwasser gewinnen. 

Die Dörfer durch welche wir fahren sind einfach,die Menschen scheinen aber glücklicher und `reicher` als jene,die wir bis jetzt im Nordwesten und in Phnom Penh gesehen haben.




Es ist zu beobachten,dass eine fruchtbare Landschaft,die den Anbau der eigenen Lebensmittel ermöglicht ,die Menschen unabhängiger macht und sie zu mindestens das Notwendigste zum Leben erwirtschaften lässt ....sie können davon leben . Man scheint sich mit dem zufrieden zu geben,was man hat und was die Natur hergibt. Das Moderne scheint eine Nebenrolle einzunehmen.

Die Moderne und das Streben nach allem was modern bzw. westlich ist , hat nämlich auch so seine Schattenseiten unserer Meinung nach. Wir haben überall in Asien und auch in Kambodscha gesehen,dass obwohl die Menschen manchmal recht einfach leben, es fast überall durch Internet und Handy möglich ist, den westlichen Wohlstand zu beobachten. Dadurch verändert sich natürlich die Definition von Wohlstand bzw. es werden andere Dinge die man unbedingt haben möchte und die erstrebenswert sind in ein anderes Licht gerückt.... Beispiele hierfür sind,dass viele das neueste Handy aber ein altes Fahrrad haben. Der  Flachbildschirm steht im einfachen Holzhüttchen anstatt das Geld zu nutzen um das Haus herzurichten bzw. den Wohnumgebung vom Plastikmüll zu befreien oder sich ein Geschäft  aufzubauen .
Die Realitäten scheinen verschoben durch das Verlangen nach westlichen Dingen,welches über den Fernseher direkt in jedes Wohnzimmer in jeden noch so kleinen Ortsteil projiziert wird.

Auch beginnen die Probleme oft, wenn das Glück in der grossen weiten Stadt gesucht wird, da auch dort das Geld nicht auf der Strasse liegt.

Obwohl es in Kambodscha nur so vor NGO´s (gemeinnützigen nicht staatlichen Organisationen) wimmelt, fragt man sich bei einigen nach Sinn und Zweck.

Es stimmt uns dann doch manchmal auch zuversichtlich,wenn wir Leute wie Pierre aus Frankreich treffen. 

Aus Eigeninitiative hat er ein Hilfsprojekt mit seiner Frau unterstützt um Dinge zu kaufen,die wirklich bei der Bevölkerung landen und Sinn machen,wie zum Beispiel eine Wasserpumpe die sein Verein einem Dorf gespendet hat. 
Pierre entdeckte das Projekt eher zufällig,nachdem er auf seiner Reise durch Kambodscha in ein Dorf kam in dem es viele Kinder jedoch aber keine Eltern dazu gab. 
Es ist keine Seltenheit,dass Kinder bei Ihren Verwandten aufwachsen während die Eltern im In- oder Ausland arbeiten. Sind keine Verwandten da, sind die Kinder trauriger weise sich selbst überlassen.

Als Pierre dies mit eigenen Augen in einem Dorf im Südosten Kambodschas sah ,wollte er etwas bewegen und helfen. Nach der Wasserpumpe sollen jetzt noch Schweine und Hühner folgen,damit sich das Projekt selbst ernähren kann und die Kinder wertvolle und wieder verwendbare Fähigkeiten lernen.

Wir hören ihm gespannt zu, als er uns nach unserem ersten Treffen in Malaysia nach 5 Monaten zufällig in einem kleinen Restaurant in Phnom Penh "in die Arme läuft".

Wir haben viel gesehen, erlebt und noch mehr gefühlt in unseren fast 2 Wochen in Kambodscha. Es war beeindruckend, traurig, erschreckend und emotional. Auf jeden Fall liegt noch ein weiter Weg vor der einstigen Schweiz Südostasiens!