Sonntag, 18. August 2013

Gewaltige Natur...

Obwohl wir ein paar Tage an der südlichen Küste Java´s stoppen,gestaltet sich die Suche nach dem "perfekten Strand" zum Schnorcheln eher schwierig.

Dafür werden wir Zeuge von gewaltiger natürlicher Schönheit in From vom bizarren Felsformationen und tosenden Wellen. Faszinierend!

Hier wird einem klar welche Gewalt die Natur hat und wie klein doch der Mensch im Vergleich dazu ist. Jedoch sehen wir auch wieviel grossen und oft unwiderruflichen Schaden der ach so kleine Mensch  verursachen kann. 

Die Müllberge nehmen zu , Abfälle und vor allem Plastik wird unachtsam ins Meer geworfen, überall knattern Motorräder....




Freitag, 16. August 2013

Reisen durch Java

Die vielen Leute nehmen kein Ende. 

Bis jetzt haben wir wenige ausländische, dafür aber umso mehr inländische Touristen getroffen.Es ist Idul-Fidri, dass Ende des Ramadams in Indonesien und alle besuchen Verwandte und Bekannte um das Ende der Fastenzeit gebührend zu feiern. Dies bedeutet,dass Züge, Busse und Unterkünfte zum grösstenteil für mehrere Tage ausgebucht sind.

Um unser erste Zugfahrt zu buchen, legen wir somit einen kleinen ungewollten Zwischenstopp nahe Jakarta in einer Stadt namens Bogor ein, da wir eine Übernachtung in Jakarta vermeiden wollen.

Bogor gilt als die regenreichste Stadt Indonesiens und hält was es verspricht - bei unserer Ankunft giesst es wie aus Kannen.

Wir geniessen ein paar Tage der Ruhe und machen gezwungenermaasen einen Ausflug nach Jakarta um das Zugticket zu kaufen.  Zu unserem Erstaunen ist Indonesiens Hauptstadt während Idul Fidri aber  komplett ausgestorben und menschenleer .  

Neben all dem Trubel haben  wir auch erste positive Eindrücke ...

.. Als wir mit dem vollen Zug nach Jakarta fahren,welches nur eine Stunde von Bogor entfernt ist, treffen wir 2 ältere Indonesierinnen, die uns freundlich interessiert zublinzeln und mit welchen wir mit ein paar Brocken indonesisch sowie Händen und Füssen ins Gespräch kommen. Zum Abschied schenken sie uns ein kleines Fläschchen mit brauner Flüssigkeit....wie wir später herausfinden, ist es ein Wundermittel schlechthin,da man es ähnlich wie das asiatische Tigerbalsam für alles Mögliche verwenden kann. Der frische Mentholgeruch lässt einen durchatmen, vertreibt Reiseübelkeit und ein paar Tropfen auf dem Oberkörper kühlen angenehm auf unseren langen Fahrten in warmen Bussen. Angeblich heilt es auch Wunden.

... Wir beobachten die ersten kleineren vulkanischen Aktivitäten  im Dieng Plateau und  erleben die fantastisch fruchtbare und vielseitige Landschaft Java´s hautnah bei unserer ersten "Open Air" Fahrt auf der Ladefläche eines Pick-Up Trucks. Reisfelder und Kautschukplantagen soweit das Auge reicht....

....Auch lernen wir 2 österreichische Lehrerinnen kennen, welche die Schulferien nutzen und für 4 Wochen mit dem Rucksack durch Indonesien reisen. Wir verstehen uns auf Anhieb mit Nina und Karin und treffen beide später zufällig an einer Busstation mitten auf Java wieder, da wir uns auch die alten Tempelanlagen von Borodbur anschauen wollen.  Die Wiedersehensfreude ist gross und so beschliessen wir die Tempel gemeinsam zu erkunden und suchen uns  ein Hotel mit wunderschöner Aussicht auf Vulkane.( Den Merapi und den Merbabu für alle Geographie- Interessierten :).

Leider bleibt uns der Eintritt zu den Tempelanlagen verwehrt, da uns die Menschenmassen und Eintrittspreise abschrecken. Am Abend treffen wir die Mädels noch zu einem netten und schmackhaften Abendessen bevor es Zeit ist sich zu verabschieden, da beide nach Bali weiterreisen.  

Uns hingegen zieht es ans Meer, wo wir ein paar Tage der Ruhe geniessen möchten....vielleicht finden wir ja doch noch ein ruhiges Fleckchen auf Java um eine andere Seite der Insel kennenzulernen. Wir geben die Hoffnung nicht auf ;)
















































Mittwoch, 7. August 2013

Java - erste Eindrücke nach unserer Ankunft

Nach unserer ruhigen Fährüberfahrt von Sumatra nach Java auf welcher uns leider ein Blick auf den Krakatau Vulkan verwehrt blieb, kamen wir kurz nach Einbruch der Dunkelheit an.
Java ist laut, voll mit Menschen und scheint auf den ersten Eindruck aufdringlich - eine Umstellung nach unseren angenehmen Erfahrungen auf Sumatra.

Schwierigkeiten sind fast immer vorprogrammiert,sobald sich das Reisen in die Abendstunden zieht. Man ist müde, hungrig, verschwitzt und kann sich aufgrund der Dunkelheit nur schwer orientieren.

Doch dies ist wahrscheinlich nicht der einzigste Grund, warum wir im Hinblick auf Ticket- und Hotelpreise über den Tisch gezogen und abgezockt werden.

Leider sind die Unterkünfte auch in unserer Gegend, welche unwissentlich hauptsächlich aus Luxusresorts besteht,für indonesische Verhältnisse völlig überteuert.Der Normalpreis für ein Zimmer für 2 Personen fängt in den Resorts bei 450 000 indonesischen Rupien pro Nacht an. 

Das nahende Ende des Ramadan treibt die Preise utopisch in die Höhe,da die meisten Indonesier sich etwas gönnen, reisen und Urlaub machen. Uns wird ganz schwindelig als sich der Preis für eine Schlafmöglichkeit über Nacht verdreifacht und wir sogar ein Angebot für 2 bis 3 Millionen Rupien bekommen (umgerechnet circa 200 - 300 Euro pro Nacht). Sicherlich sind nach oben keine Grenzen gesetzt.....

Nur damit ihr ein Gefühl für die hiesigen Preise bekommt....für dieses Geld kann einer  von uns 10 Tage bis 2 Wochen reisen, in einfachen Unterkünften übernachten, gut essen und trinken sowie alle Bustickets bezahlen. 

Alkohohl ist exkludiert,da wir bisher kein Geld dafür im Fastenmonat ausgegeben haben. Warum fragt ihr ? Ganz einfach, wir dachten uns, dass auch wir etwas zum Ramadan "beisteuern" und auf Alkohol sowie Süßigkeiten (und in Franziskas Fall auch auf Zigaretten) verzichten. Nach gut einem Monat ist der anfängliche Verzicht zur Normalität gewurden und wir fühlen uns so gut, dass wir die Abstinenz fortsetzen möchten.

Nach unserer Ankunft und ein paar Minibusfahrten über Stock und Stein, finden wir ein kleines einfaches ,total überteuertes Zimmer ausserhalb der Resorts. Wir gehen ohne Abendessen zu Bett,schlafen schlecht, da wir nicht nur die "Flöhe husten hören" sondern auch das Gefühl haben,dass sie überall auf uns herum krabbeln.

Der nächste Tag beginnt so, wie der vorherige aufgehört hat...wir müssen jeden Fahrpreis lange verhandeln, uns wir das Geld in rasender Geschwindigkeit aus der Tasche gezogen, wir fahren mehrmals im Kreis und sobald wir irgendwo ankommen, stürzen sich die Leute auf uns,da wir weit und breit die einzigsten ausländischen Touristen sind.

Kurz gesagt : JAVA trifft uns mit voller Wucht....es ist mühsam, nervend und anstrengend,da wir den angenehmen vibe von Sumatra vermissen...aber hey...es gibt auch solche Tage beim Reisen und wir machen das Beste draus...in ein paar Tagen haben wir uns wahrscheinlich vom ersten "Kulturschock" erholt und an die Menschenmassen auf Java gewöhnt. 

Wir verstehen so langsam,warum unsere Reiseführer immer wieder betonen,dass es auf Java im Vergleich zur vorhandenen Fläche soviel mehr Menschen gibt,als auf den restlichen grossen Sundainseln.










Montag, 5. August 2013

Wir lieben.......Masakan Padang

Was ist das bloss ,fragt ihr euch sicherlich...ein Ort, ein weiterer herrlicher Sandstrand, etwas typisch Indonesisches oder einfach eine weitere neue Leidenschaft?

Die letzteren beiden Sachen treffen es wohl am besten..... Masakan Padang kann man mit Padang Essen übersetzen und wir lieben diese Art des Speisens seitdem wir es das erste Mal probiert  haben.

Anfangs waren wir zögerlich, da alle Speisen vom Hühnchen bis hin zum Fisch fertig gegart, gegrillt oder geräuchert in einer grossen Glasvitrine stehen, kalt sind und auch so serviert werden.

Unsere Neugier und vor allem unser Hunger veranlasste uns jedoch auch diese Art des Essens zu versuchen und wir bereuen es nicht!

Padang Essen stammt ursprünglich aus Padang, einer Stadt im Westen Sumatras stammt und mittlerweile in ganz Indonesien zu finden ist.

Es gibt keine Speisekarte im Restaurant und in kleinen Schalen wird eine Vielzahl unterschiedlichster kleiner Köstlichkeiten vor einem auf den Tisch aufgebaut bzw. man kann sich aus der Vitrine bedienen....Angefangen von gebratenen Hühnerteilen welche in Kokosnuss oder feurigem Chilli eingelegt sind, bis hin zu Fisch in herrlich verschiedenen Currysossen und den unterschiedlichsten Gemüsen ist alles dabei. Dazu gibt es für jeden Reis nach Belieben.

Je nach Hunger und Gelüsten, kann man sich eine verschiedene Anzahl dieser kleinen Schälchen nehmen und die Köstlichkeiten verspeisen. Bezahlt wird dann nach Menge der angefangen Schälchen.

Wir lieben..... diese Art des Essens, den Geschmack, die Vielfalt,die Auswahl und den Fakt ,dass alle Lebensmittel vor Ort erzeugt oder gefangen werden ..Dazu noch der positive Aspekt, dass wir uns zu zweit für insgesamt 4 bis 8 EUR den Bauch gesund voll schlagen können...We love Masakan Padang !








Donnerstag, 1. August 2013

Oh wie wunderschön ist Krui

Nach ein paar entspannten Tagen im verschlafenen Muko- Muko machen wir uns auf den Weg in eine grössere Stadt namens Bengkulu. Obwohl wir immer versuchen einen kleineren oder auch grösseren Bogen um Städte zu machen, hat unser Besuch in Bengkulu einen Grund: wir möchten unser 30 Tages Visum um einen Monat verlängern, damit wir uns MEER des indonesischen Archipels in Ruhe anschauen können.

Die Visaverlängerung klappt problem - und schmiergeldlos. Im grossen und ganzen läuft das Reisen bis jetzt zum Glück problemlos. Wir kommen gut mit der indonesischen Mentalität zurecht, merken, wenn es jemand vielleicht nicht so ehrlich meint und können uns mit ein paar Brocken Indonesisch gut durchschlagen.

Im Moment sind wir im Surferparadis Krui,wo wir nach ca. 1,5 Wochen mal wieder auf andere Touristen stossen. Es sind Australier, die sich die billigen Preise, hohen Wellen und kurze Distanz zu Australien zu Nutzen machen.

Die Hinfahrt von  Bengkulu nach Krui war natürlich mal wieder ein Abenteuer. Diesmal hatten wir alle Vorkehrungen für eine komfortable Anreise getroffen....ein grosser Bus mit ausreichend Sitzplätzen, genügend Reiseproviant, Fahrt untertags....kaum waren wir jedoch losgefahren, blieb der schöne neue Reisebus auch schon mitten auf der Kreuzung stehen. 45 Minuten später und nach ein paar geschickten Handgriffen unseres Mechanikers ging es dann weiter und die nächsten 6 Stunden fuhren wir gemütlich die kurvige Strecke zum Linau Strand,welcher uns empfohlen wurde.
Der Strand an welchem uns der Bus absetzte war wirklich wunderschön. Leider hatter derjenige der uns die Empfehlung gab , vergessen,dass es hier weit und breit keine Unterkunft gab. Also standen wir um 16 Uhr nachmittags irgendwo im Nirgendwo. Die Entfernung zur nächsten Stadt betrug ca 40 km aber in eine Stadt wollten wir nicht wieder. Nachdem wir die Idee in unseren Hängematten am Strand zu schlafen, verwarfen, tauchte - Glück im Unglück - am Horizont ein alter klappriger Bus auf. Dieser fuhr sogar nach Krui, wor wir eigentlich erst in 4 Tagen sein wollten.

Also los ging die Reise im vollgestopften Bus,welcher an jeder Ecke hielt um noch mehr Reisende mitzunehmen....sogar gackernde Hühner (Echte! Zum Essen!) waren an Bord. Wir benötigten für die nächsten 100 km nach Krui soviel Zeit wie zuvor für 250 km im modernen Bus, da der alte Dieselmotor bei den bergigen Strassen an seine Grenzen stiess und bei jedem Anstieg bedrohlich aufheulte und in den "Kriechgang" schaltete.

Alles in allem jedoch ein lustiges Abenteuer, auch wenn wir durchgeschwitzt, gut "duftend" und ziemlich ko erst abends in Krui ankamen.

Hier bleiben wir nun ein paar Tage bevor es nach Java geht. Dort wollen wir uns ein paar Tempel und Vulkanplateaus anschauen.

Da wir als Voraussetzung für die Visaverlängerung in Bengkulu einen Rückflug vorweisen mussten, haben wir uns entschieden doch noch Bali anzuschauen, da wir so schnell wahrscheinlich nicht wieder dort hin kommen. Von dort fliegen wir dann voraussichtlich Anfang September nach Singapur....aber bis dahin ist noch Zeit, erst einmal entspannen wir ,feiern 5 Jahrestag, essen selbstgeerntete Kokosnuss, geniessen die Ruhe und kitschig schöne Sonnenuntergänge. Michael schafft es Franziska`s Schnorchelleidenschaft zu wecken (kein Wunder bei den beeindruckenden Riffs und den vielen bunten Fischen hier !!!)


















Sonntag, 28. Juli 2013

Mandi...oder waschen auf Indonesisch

Wie in einem unserer letzten Einträge versprochen, wollen wir euch mehr vom " Mandi" zeigen....Seitdem wir in Indonesien sind, duschen wir auf indonesisch...im Indonesischen wird diese Art des Badens/Duschens als Mandi bezeichnet....schaut es euch einfach an!

Waschen auf Indonesisch