Montag, 7. Oktober 2013

Es regnet wirklich während des Monsuns....

Da wir während der Randsaison in Thailand sind,werden wir Zeuge eines hier üblichen Wetterphänomens- dem Monsun. 

Ja wir wollten es nicht glauben,dass es wirklich wie aus Eimern schütten kann und dies nicht nur ein-oder zweimal am Tag sondern ganztägig mit höchstens 50minütiger Unterbrechung! (Dies ist anscheinend genau das Gegenteil zu Beginn des Monsuns,wo es nur einmalige 50minütige Regengüsse täglich gibt. )

Nach gut 3 Monaten Sonne in Asien ist dies eine Abwechslung ! Aber was beschweren wir uns - wahrscheinlich geht es unseren Lesern in Europa gerade nicht anders mit dem Regen - oder geniesst ihr einen goldenen Herbst?

Die gestrige längere Regenpause nutzen wir für einen ausgedehnten Spaziergang und sehen die wahrhaftig gigantischen Felsen,welche wie grosse Kolosse mitten im Meer stehen und so typisch für Thailand sind. Wir geniessen die Eindrücke und entdecken unterwegs einen landestypischen Zeitvertreib der Thais - das "Takraw"spiel- eine beliebte Ballsportart in ganz Asien. Wir dürfen sogar mitspielen und merken,dass das Spiel wirklich Übungssache und so ein Ratanball ganz schön hart ist,wenn man ihn auf den Kopf bekommt. Gekonnt und leicht sieht es aus,wenn sich die Einheimischen den Ball zuspielen...bei uns landet das Spielzeug oft Irgendwo im Nirgendwo....da heisst es üben, üben und üben...sobald es das Wetter zulässt werden wir mit unserem neu erworbenen Ball ein wenig trainieren!








Unsere Füsse nach 3 Monaten Sonne in Asien






Freitag, 4. Oktober 2013

Thailand die erste

Nachdem wir uns entschieden haben den Grenzübergang nahe Kota Bahru ( Nordmalaysia) zu nutzen,machen wir uns auf den Weg!

Wir sind gespannt auf das neue (mittlerweile 8. Land) unserer Reise. Man hat soviel aus Erzählungen und in Berichten  über Thailand gehört. Insellandschaften aus dem Film "The Beach" tauchen in der Vorstellung auf, der Geschmack von Kokosnussmilch und Curry macht sich im Mund breit aber auch Wörter wie Sextourismus und Sweat shops  schiessen einem in den Kopf- aber wie ist Thailand nun wirklich? 

Der Grenzübertritt von Malaysia nach Thailand erfolgt problemlos - ja wir sind nun wirklich in Thailand. 

Die Zugfahrt in der Holzklasse ( im wahrsten Sinne des Wortes) durch Südthailand gibt uns einen Einblick in eine saftig grüne Landschaft. Es ist interessant, wie schnell sich oft Land und Leute ändern,wenn man Landesgrenzen überschreitet. Kulturell gesehen haben wir allerdings das Gefühl,dass wir im Mittleren Osten sind, da die 3 südlichen Provinzen an der Grenze zu Malaysia noch muslimischer als Malaysia selbst sind.

Wir fahren schnell (auch aufgrund der politischen Lage dort) durch diese Provinzen und kommen nach 8 Stunden Zugfahrt in Phattalung an. Diese Stadt ist touristisch wenig bis gar nicht erschlossen, was uns taugt,da wir 2 Tage bleiben um ein Gefühl für das neue Land zu bekommen (und nebenbei die so viel gepriessene thailändische Küche zu erkunden).

Die Distanz der Nordmalayen weicht einer Neugierde der Thais uns gegenüber. Wir sind überrascht und freuen uns als wir 2mal (kostenlos !) mit dem Auto mitgenommen werden. Auch nutzt niemand die Gelegenheit der Autofahrt um uns etwas verkaufen zu wollen!

Eine Lehrerin aus der Provinz Hat Yai scheint uns schon von weitem auf unserem Fussmarsch entlang der Fernstrasse erspäht zu haben. Aus der Ferne sehen wir,wie sie ihr kleines Auto um-und ausräumt und vermuten das sie eventuell eine Panne hat. Wir sind überrascht und freuen uns um so mehr ,als sie einen Umweg auf ihrer Reiseroute in Kauf nimmt um uns quer durch die Stadt zu fahren um uns bis zu unserem Hotel zu bringen. 

 Wie Thailand wirklich ist,können wir euch aber erst in ein paar Wochen berichten,da obige Zeilen vorerst nur erste Eindrücke widerspiegeln....











Unser Favourit - Suppe mit Reisnudeln, Bambussprossen und Hühnchen





Mittwoch, 2. Oktober 2013

Bye bye Malaysia

Wir haben heute unser 2 Monatsvisum für Thailand erhalten und freuen uns riesig. Dies erspart uns einige Querelen,da wir bei einem Grenzübertritt über Land sonst nur 15 Tage bekommen hätten und dies unsere gemütliche Weiterreise nicht unbedingt erleichtert hätte. 

Also heißt es "bye bye Malaysia" und "hello Thailand"!

Nach fast 3 Monaten in muslimisch geprägten Ländern,freuen wir uns (hoffentlich) tiefer in die buddhistische Kultur eintauchen zu dürfen.

Unsere fast 3 Wochen in Malaysia waren geprägt von wunderschönen Einblicken in die Natur, das Eintauchen in die bezaubernde Unterwasserwelt und das Durchkämmen des Dschungels - landschaftlich hat Malaysia einiges zu bieten.

Jetzt sind wir aber froh Malaysia zu verlassen,da besonders hier im Norden ,die Menschen viel distanzierter sind.  Irgendwie fühlen wir weniger Herzenswärme und Kuriosität uns gegenüber. Vielleicht sind die Menschen auch nur saisonmüde,da in ein paar Wochen der Monsun Einzug halten wird und dieser die touristische Hauptsaison beendet. 

Versteht uns nicht falsch, Malaysia hat wirklich schöne Seiten und ist für einen Urlaub zu empfehlen..... aber irgendwie ist uns Malaysia zu modern, zu geradlinig. Uns fehlen einfach die Ecken und Kanten!

Im Allgemeinen merken wir,dass die Naturschönheiten eines Landes nicht immer ausreicht um ein Land zu mögen,da so viel mehr dazu gehört...das Gespräch mit den Leuten, die Freundlichkeit und das gegenseitige Eintauchen in die Kultur des anderen.

Samstag, 28. September 2013

Perenthian Islands

Wie Ihr sicherlich schon erahnen könnt und spätestens nach dem Lesen der Überschrift wisst,sind wir wieder am Meer!

 

Anfangs haben wir überlegt, ob wir gleich weiter nach Thailand fahren sollten oder ob wir doch noch auf die Perenthian Islands fahren. Ein Gespräch mit einem Schweizer Paar welche gerade von den Inseln kamen , hat uns dann aber schnell entscheiden lassen. Die Möglichkeit Riffhaie und Meeresschildkröten zu sehen,war dann doch zu verlockend! 

Wir bereuen unsere Entscheidung auf keinen Fall,da die Schönheit von Pulau Besar (die ruhigere der beiden Inseln) wirklich wunderbar ist. (Vielen Dank an Reto und Simone für den Tipp!)

Schon bei unserer Ankunft in der Flora Bucht bestaunten wir das kristallklare Wasser und die wunderschön sauberen weissen Strände.

Gleich beim ersten Schnorchelgang haben wir einen Riffhai gesehen. Obwohl die Tiere einem nichts tun,wird einem schon ein wenig anders,da man Haie ja nicht unbeding als Hauptakteure aus romantischen Komödien kennt. 

Bei unserer 7 stündigen Paddeltour um die Insel, entdecken wir beim Schnorcheln Meeresschildkröten und haben eine glasklare Sicht um dem regen Treiben verschiedenster Meeresbewohner zuzuschauen!Wir werden Zeuge beeindruckender Naturschauspiele,da die nachmittäglichen Gewitter Vorboten des nahenden Monsuns sind. Es ist be-und verzaubernd! 






Sonntag, 22. September 2013

Der Dschungel lebt (teilweise)

Der Taman Negara Nationalpark im Herzen Malaysias soll angeblich (!) einer der ältesten und schönsten Nationalparks der Welt sein.

Also machten wir uns auf den Weg in den Dschungel um uns davon selbst zu überzeugen aber auch um zu sehen,ob vom Dschungel noch etwas übrig ist. Auf unseren vorherigen Fahrten durchs Land, war nämlich vom Dschungel oft nicht mehr viel zu sehen, da die alte ursprüngliche Vegetation Palmölplantagen zum Opfer Gefallen ist. Malaysia ist neben Indonesien einer der Marktführer in der weltweiten Palmölproduktion. Im Vorfeld hatten wir schon ein wenig darüber gelsen,das weite Teile der Wälder abgeholzt wurden um Palmenplantagen zu schaffen.

In unserer Naivität dachten wir jedoch,dass die Abholzung der Vergangenheit angehörte. Auf unserem Weg in den Nationalpark wurden wir jedoch eines besseren belehrt als wir die grossen Laster mit riesigen Urwaldriesen im Gepäck sowie weite abgeholzte Flächen ebenso wie riesige Palmenplantagen sahen.

Wie so viele Sachen in Malaysia, ist auch der Dschungel gut entwickelt und auf den Hauptrouten gibt es gut präparierte Wege mit Holzstegen. Wie wir später sahen,gibt es jedoch auch abseits dieser Pfade natürliche Wege,die direkt durch den Dschungel führen .

Es ist wahnsinnig tropisch und  sehr schwül,sodass man bei der kleinsten Bewegung schwitzt. Wenn man dann noch wandern geht,kann es dann schon sein,dass man zu zweit locker 7 Flaschen zu je 1,5 Litern ohne Probleme wegtrinkt.

Nachdem wir über einen beeindruckenden Baumwipfelpfad gingen, führte uns unsere Tour immer tiefer in den Dschungel .Selbst einen Fluss überquerten wir auf unserer Suche nach dem echten Urwald. 

Der Anblick ,welcher uns auf der anderen Seite des Flusses bot, war atemberaubend,da der Weg immer dichter wurde.  Doch bald sollten wir bemerken,dass der Urwald auch immer wilder fernab der oft begangenen Wege wird und wirklich lebt!
Als wir auf einem dicht bewachsenen Weg plötzlich ein tiefes Brummen hörten,nahmen wir die Beine in die Hand und rannten was das Zeug hält zurück zum Fluss. Manchmal ist es gut,wilde Tiere nicht immer aus nächster Nähe zu sehen und wir wollten auch nicht mehr rausfinden,was sich da im Busch versteckte.  Die nächsten Tage verbrachten wir näher am Quartier und beobachten die Tierwelt bei Nacht von einem Hochstand aus. Wir wurden mit dem Anblick eines Faultieres und eines Tapirs belohnt. Es ist Wahnsinn,wie der Urwald zum Leben erwacht je dunkler es wird...eine beeindruckende Geräuschkulisse!









Baumwipfelpfad



 Selbst Michael wirkt wie in Zwerg im riesigen Urwald

"Weggefährte"

Urwald bei Nacht


Faultier



Donnerstag, 19. September 2013

Die kleinen Freuden des Reisens

Auf unserem Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Taman Negara Nationalpark,mussten wir einen kurzen Übernachtungsstop in Kuantan einlegen. 

Das üppige Supermarktangebot dort liessen wir uns nicht entgehen und kauften mal wieder richtig ein.

Baguette mit Frischkäse und Schinken zum Abendbrot- was für eine Gaumenfreude! Wir haben gegessen bis und schlecht war :)



Mittwoch, 18. September 2013

Tioman Island

Nachdem wir beide unserer Schnorchelleidenschaft nachgehen wollen, beschliessen wir auf eine Insel namens Tioman zu fahren.

Tioman liegt an der malaiischen Ostküste im Südchinesischen Meer. Die Strände sind wunderbar weiss und das Wasser ist kristallklar und türkisblau. 

Es ist ein fantatstisches Gefühl im Meer zu schwimmen. Man glaubt zu schweben und "schwerelos" zu sein,wenn man durch das Wasser gleitet und die unterschiedlich warmen Wasserschichten fühlt und "durchstreift".

Dazu die wunderschöne Unterwasserwelt - bunte Korallen, farbenfrohe Fische und Muscheln soweit das Auge reicht. Wir beobachten den "Tanz" riesiger Fischschwärme,welche sich rhytmisch mit unseren Schwimmzügen zu bewegen scheinen.
Es fühlt sich an, als ob man im riesen Privataquarium schwimmt!
Manche der kleinen Meeresbewohner sind ganz schön dreist und so staunt Franziska nicht schlecht,als ein kleiner Fisch erst gegen ihre Taucherbrille schwimmt und dann auch noch an Michaels Sandalen knabbert.

Wir durchstreifen die Insel bei tropisch schwülen Temperaturen und beobachten Warane und Affen. Am Abend lauschen wir dem Gesang des Urwaldes,welcher hinter unserem Bungalow beginnt.

Es ist wunderschön, die Natur so paradiesisch und (fast) in Ihrer Urform zu erleben,da es immer weniger dieser unberührten und sauberen Flecke zu geben scheint.









 Jane 

Tarzan





360 Grad Blick vom Bungalow